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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Pyrop , von griechisch pyropos, "von feurigem Aussehen", Varietät des * Granats.

Der Name Pyrop bezieht sich auf die leuchtendrote Farbe des Minerals, die manchmal einen Stich ins Bräunliche aufweist. Geschliffener Pyrop ohne Verunreinigungen ist durchsichtig. Chemisch besteht der Pyrop aus Magnesium-Aluminium-Silicat; sein spezifisches Gewicht schwankt zwischen 7-7,5. Andere Namen für den Pyrop waren "Vermeillegranat" und, in Anlehnung an das frühere Hauptfundgebiet, "Böhmischer Granat".

Der Pyrop war im 19. Jh. der am meisten verwendete * Schmuckstein in der österreich-ungarischen Monarchie und im süddeutschen Raum. Die mit Pyropen verzierten Schmuckstücke wurden oft als * Paruren gearbeitet. Sie bestehen aus vielen kleinen facettierten Steinen und sind in so genannte Viertel- oder Granatengold9423 gefasst. Große Steine wurden ausgehöhlt (* ausgeschlägelt), was sie heller und leuchtender erscheinen lässt. Nicht selten unterlegte man sie auch mit * Glanzblättchen. Gefunden wird der Pyrop gewöhnlich in Verbindung mit * Serpentin. Die aus Südafrika stammenden Pyrope und auch die Almandine trugen früher den Namen "Kaprubine". Ein spezielles Pyrop-Museum befindet sich im polnischen Trebnitz/Trzebnica, wenige Kilometer nördlich von Breslau (Wroclaw).

W. SCHUHMANN, Edelsteine und Schmucksteine, BLV Bestimmungsbuch, München 1991.


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