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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Ranftbecher , von "Ranft", einem alten Wort für Rand, Kante,

Abgeleiteter Name für becherförmige Gläser mit konischer oder eingezogener Wandung und einem leicht vorstehenden Bodenrand, dem Ranft. Er ist etwa einen Finger hoch und entweder mit senkrecht verlaufenden Kerben, * Facetten, geschliffenen Quadern mit abgeschrägten Kanten oder einer * Kannelierung versehen. Die Standfläche weist häufig in Kerbschliffdekor einen vielstrahligen Stern auf. Die Gefäßwandung der als "Freundschaftsbecher" und Andenkengläser beliebten Ranftbecher ist bemalt oder mit * Glasschliff verziert. * Kothgasser verwendete beispielsweise meist farblose Ranftbecher für seine auf der Becherwandung mit * transparenten Farben ausgeführten Malereien. Ranftbecher waren im Empire und Biedermeier vor allem in Wien beliebt.

W. SPIEGL, Glas, in: Battenberg Antiquitäten-Kat., München 1979.


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