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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Rayogramm , Rayographie, vom amerikanischen Dada-Künstler, Photographen und Filmemacher Man Ray um 1922 entwickeltes Verfahren zur Herstellung von * Lichtgraphiken, d. h. fotografischer Bilder ohne Kamera.

Die Umrisse und Schatten der auf eine lichtempfindliche Platte bzw. lichtempfindliches Papier gelegten Objekte erzeugen Schwarz-Weiß-Bilder, die Ray u. a. für * Collagen verwendete. Da die Konturen der Ablichtungen zum Teil unscharf und die Objekte, je nach Belichtung, nicht zu erkennen sind, bedienten sich die Surrealisten der Technik zur Schaffung irrealer Phantasiegebilde. Unabhängig vom Rayogramm hatte bereits vier Jahre zuvor Christian Schad in dieser Richtung geforscht und seine Technik "Schadographie" genannt.

Man Ray, Kat., Rotterdam 1971; M. FORESTA (Einf.) u. a., Man Ray 1890-1976. Sein Gesamtwerk, Schaffhausen, Zürich u. a. 1989.


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