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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Récamière , aus der * Veilleuse entwickeltes * Sofa, dessen Schmalseiten hochgezogen und etwas nach außen geschwungen sind.

Solche Sitzmöbel war vor allem im * Directoire, * Consulat und * Empire beliebt. Der Name Récamiere wurde von einem von J. L. David stammenden Bild abgeleitet, auf dem die schöne und geistvolle Jeanne Françoise Julie Adélaïde Récamier auf einem solchen Ruhebett sitzend dargestellt ist. Mme. Récamier, Frau eines Pariser Bankiers, war Schriftstellerin, und ihr literarisch-politischer * Salon galt als Treffpunkt der fortschrittlichen Intellektuellen von Paris. Da sich dort u. a. auch die Gegner Napoleons versammelten, wurde Mme. Récamier 1811 aus Paris verbannt und kehrte erst 1814 wieder zurück, nachdem Napoleon zum Abdanken gezwungen worden war. Die Récamiere gilt als Inbegriff des bürgerlichen Empire-Möbels.


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