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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Regency Style , englisch, "Regentschaft-Stil",

* Klassizistischer Stil der englischen Kunst von ca. 1800-1830, benannt nach der Regentschaft des Prinzen von Wales, der 1811 für seinen in Wahnsinn verfallenen Vater Georg III. die Regierung übernommen hatte. Nach dem Tod des Königs übernahm der Prinzregent 1820 als Georg IV. den Thron, den er bis zu seinem Tod 1830 innehatte. Der Regency Style stand unter dem Einfluss von * Directoire sowie * Empire und bildete den Übergang vom georgianischen * Klassizismus zum * Historismus der viktorianischen Zeit.

Für die Architektur des Regency Style ist die Verwendung von Gusseisen charakteristisch, z. B. beim Brückenbau. Als Zierformen erfreuten sich ägyptische Motive und * Chinoiserien besonderer Beliebtheit (königlicher Pavillon in Brighton, 1815-1823). Die * Schulterbretter, Armlehnen und Vorderbeine der Sitzmöbel zeigen oft Tiermotive (Löwenköpfe, Delphine usw.). Zu den Charakteristika des Regency Style zählen auch die so genannten * Monopodien, das sind als Tierbeine gestaltete Möbelbeine, die in einen Tierkörper oder Tierkopf übergehen. Ein Spezialist solcher Gestaltungen war George * Smith.

Großer Beliebtheit erfreuten sich auch säbelförmig geschwungene Stuhlbeine, wie sie z. B. der so genannte "Trafalgar-Sessel" aufweist, ein Lehnstuhl mit gepolsterter Sitzfläche, der zu Ehren des von Lord Nelson errungenen Sieges bei Trafalgar den Namen erhielt. (In dieser Seeschlacht besiegten die Engländer 1805 eine französisch-spanische Flotte.) Typische Regency Style-Möbel stammen von Thomas Hope, dessen Buch mit dem Titel "Household Furniture and Interior Decoration" (Alltagsmöbel und Innendekoration) 1807 publiziert wurde. Die geradlinigen soliden und schweren Formen des Regency Style kamen der beginnenden Industrialisierung entgegen.

Von den Edelhölzern waren besonders Mahagoni (oft mit Messing-Intarsien) und * Palisander beliebt, dessen englischen Namen "Rosewood" man häufig fälschlich mit Rosenholz übersetzt findet. So genannte wohlfeile Möbel wurden meist aus gebeiztem Buchenholz mit aufgemalter Palisander-Maserung hergestellt. Während des Regency Style waren in England besonders * Sheraton-Möbel verbreitet.

D. PILCHER, The R. 1800 to 1830, London 1947; S. PARISSIEN, R., London 1992; J. MORLEY, Regency Design 1790-1840, London 1993.


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