Reiterstandbild . Vollplastische Darstellungen eines Reiters waren schon in der Antike beliebt.
Meist handelt es sich bei Reiterstandbildern um einen auf seinem Pferd thronenden Herrscher bzw. Feldherrn oder um Darstellungen von berittenen Heiligen (hl. Georg, hl. * Martin und manchmal auch hl. Michael). Fragmente des angeblich ältesten Reiterstandbildes aus der Mitte 6. Jh. v. Chr. befinden sich in Athen im Akropolismuseum und in Paris im Louvre (Reiter Rampin).
Eine der bildhauerischen Spitzenleistungen der Antike stellt das nach 174 n. Chr. entstandene Reiterstandbild des Mark Aurel am Kapitol in Rom dar. Es handelt sich dabei um die einzige vollständig erhaltene römische Reiterstatue; sie galt im Mittelalter als Denkmal Kaiser Konstantins. Höhepunkte mittelalterlicher Reiterstandbilder sind der * Magdeburger Reiter und der * Bamberger Reiter.
F. HAACK, Zur Entwicklung des Reiterstandbildes, in: Zeitschrift f. Bild. Kunst VII, 1896; A. SCHAEFFER, Ross u. Reiter, Leipzig 1931; I. DAHL, Das barocke Reitermonument, Diss. München 1935; H. v. ROQUES DE MAUMONT, Antike Reiterstandbilder, Berlin 1958; H. B. SIEDENTOPF, Das hellenist. R., Waldsassen 1968; U. KELLER, Reitermonumente absolutist. Fürsten, München, Zürich 1971; J. BERGERMANN, Römische Reiterstatuen. Ehrendenkmäler im öffentl. Bereich, in: Beitr. zur Erschließung hellenist. u. kaiserzeitl. Skulptur u. Architektur, Bd. 11, Mainz 1990.
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