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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Reliefbild , Bezeichnung für Bilder des 18./19. Jh. mit der gleichzeitigen Darstellung zweier verschiedener Motive.

Bei der Herstellung überzieht man zuerst auf den Grund nebeneinander aufgeleimte dreieckige Holzstäbe mit einem als Bildträger dienenden Material (Leinwand, Papier). Dann wird ein in Segmente zerlegtes Motiv auf die rechten Seiten jedes Dreiecksstabs gemalt, ein anderes Motiv in gleicher Weise auf alle linken Seiten. Aus einem bestimmten Blickwinkel rechts vom Bild sind die auf die rechten Seitenflächen gemalten Bildsegmente als Gesamtbild zu sehen. Beim Standortwechsel nach links erscheinen die Malereien der linken Dreiecksseiten gleichfalls als Gesamtdarstellung. Reliefbilder waren u. a. bei der Wiedergabe von Heiligen, z. B. den Wetterherren (* Wetterheiligen) und bei Herrscherpaaren üblich. Wenn die Bildsegmente nicht auf Dreiecksstäbe, sondern auf die rechte und linke Seite von mehreren vertikal nebeneinander befindlichen Lamellen von etwa 2,5 cm Abstand gemalt wurden, spricht man von so genannten "Harfenbildern".

E. v. PHILIPPOVICH, Reliefbilder, in: Kuriositäten, Antiquitäten, Braunschweig 1966.


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