Reliefintarsie , Bezeichnung für Einlagen, die, anders als sonst üblich, nicht mit planer Oberfläche, sondern als Relief ausgeführt sind.
Ein Zentrum der Herstellung von Reliefintarsien war vom Anfang 17. Jh. bis ca. 1720 die Stadt Eger. * Egerer Arbeiten sind oft mit * Flammleisten gerahmt. Da sie vor allem von Prag aus in den Handel gelangten, werden sie auch "Prager Arbeiten" genannt. Bei der Fertigung von Reliefintarsien kamen nicht nur Schnitzwerkzeuge, sondern auch * Punzen zur Anwendung. Neben verschiedenfarbigen Hölzern wurde manchmal auch Elfenbein verwendet, u. a. bei Kassetten und Verbeinungen von Gewehrschäften. Die Familie Maucher in Schwäbisch Gmünd verwendete z. B. für ihre Gewehrschäftungen neben plattenförmigen Reliefauflagen und als Durchbruchsarbeiten geschnitzten und gravierten Einlagen aus Elfenbein auch Reliefintarsien.
H. STURM, Egerer R. München, Prag 1961; E. v. PHILIPPOVICH, Kuriositäten Antiquitäten, Braunschweig 1966; A. EHMER, Die Maucher. Eine Kunsthandwerkerfamilie des 17. Jh. aus Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Gmünd 1992.
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