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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Riechfläschchen , Riechflakon, Bezeichnung für Behälter zur Aufnahme von stark riechenden Essenzen oder Riechsalzen.

Die durch die Mode des Schnürleibs bei Frauen oft auftretende Übelkeit, die bis zur Ohnmacht führen konnte, machte Riechfläschchen nahezu unentbehrlich. Der stechende Geruch, der dem entkorkten Riechfläschchen entströmte, brachte das Bewusstsein meist rasch wieder zurück. In den Riechfläschchen befand sich z. B. Calciumhydroxid und Ammoniumchlorid sowie verschiedenste ätherische Öle. Die belebende Wirkung war in erster Linie auf das entweichende Ammoniak zurückzuführen. Die Elfenbeinschnitzer in Dieppe stellten u. a. schöne, in Mosaïque-Technik verzierte Überbehälter für Riechfläschchen her.


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