Riesenbibel , Bezeichnung für 50-60 cm große handgeschriebene und reich * illuminierte Prachtausgaben von * Bibeln.
Gebräuchlich waren Riesenbibeln von der 2. Hälfte 11. Jh. bis zum 13. Jh. Sie entstanden unter dem wiedererstarkten Papsttum zuerst in Italien, später auch in Frankreich und im deutschen Sprachraum (* Salzburger Buchmalerei). Besonders bekannte Exemplare sind die so genannte Pantheonbibel (Vatikan, Ms. vat. lat. 12958), die 1140 datierte Riesenbibel von Santa Maria degli Angeli (Florenz, Laurenziana, Ms. Conv. soppr. 630) und die Riesenbibel der Certosa di Calci in Pisa aus der Zeit von 1168/69.
H. FICHTENAU, Neues zum Problem der italienischen Riesenbibel, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 58, 1950; R. BAUERREISS, Eine Riesenbibel des 11. Jh. angeblich für das Kloster St. Mang in Füssen, in FS f. M. Spindler, München 1969.
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