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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Rosenschliff , Rosettenschliff, Rautenschliff, Bezeichnung für einen bereits Ende 16. Jh. in Holland angewendeten Steinschliff.

Anfangs wurden im allgemeinen Diamanten im Rosenschliff geschliffen, später vor allem böhmische * Granate. Die Steine haben eine ebene Grundfläche und eine pyramidenartige Grundform, in die * Facetten geschliffen sind. Bekannte Rosenschliff-Arten sind die so genannte "Antwerpener Rose" mit 12, die "Volle Holländische Rose" mit 24 und die "Doppelte Holländische Rose" mit 48 dreieckigen * Facetten. In Frankreich besteht der Rosenschliff-Schliff meist aus 36 Facetten. Seit man Diamanten nicht mehr spalten muss, sondern in der Lage ist, sie zu sägen, wird der Rosenschliff nur mehr für Granate und sehr kleine Diamanten angewendet, ihr Schliff beschränkt sich dann für gewöhnlich auf drei bis sechs Facetten, und man spricht gewöhnlich von Diamantrauten. Vgl. * Altschliff.

E. BRUTON, Diamonds, Pennsylvania, London 1978.


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