Rotfiguriger Stil , Dekor griechischer Vasen aus der Zeit von 530-300 v. Chr.
Die Glanzzeit des Rotfigurigen Stils war von 470-430 v. Chr. Beim Auftragen des dunklen * Schlickers auf die Tongefäße wurden die wiederzugebenden Figuren ausgespart. Durch den Brennvorgang entstand die typische Rotfärbung des Tons, d. h. der vom * Schlicker nicht überzogenen Darstellungen. Der von Schlicker bedeckte * Grund ist fast schwarz. Die Binnenzeichnungen wurden auf den die Darstellungen bildenden, vom Schlicker freigelassenen Stellen mit einem Pinsel aufgetragen. Beim Rotfigurigen Stil wurde erstmals eine räumliche Darstellung versucht (* Perspektive). Der Rotfigurige Stil löste die Technik des * Schwarzfigurigen Stils ab. Da der Großteil der Wandmalereien mit mythologischen Motiven zerstört wurde, stellen die Vasenmalereien eine besonders geschätzte Informationsquelle dar.
J. D. BEAZLEY, Attic Red-Figure Vase-Painters, Oxford 1963; A. D. TRENDALL, The Red-Figured Vases of Lucania, Campania and Sicily, Oxford 1967; J. BROARDMAN, Athenian red-figure vases, Norwich 1979; J. BROARDMAN, Rotfigurige Vasen aus Athen: Die archaische Zeit. Ein Hdb., Mainz 1981; D. TRENDALL, The Red-Figured Vases of Paestum, Rom 1987; H. G. HOLLEIN, Bürgerbild u. Bilderwelt der attischen Demokratie auf den rotfigurigen Vasen des 6.-4. Jh. v. Chr., Frankfurt/M. 1988; A. D. TRENDALL, Rotfigurige Vasen aus Unteritalien u. Sizilien, Mainz 1990; J. BOARDMAN, Rotfig. Vasen aus Athen, Mainz 1991.
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