Rückseitenbemalung . Porträts auf Holztafeln sind oft auch auf der Rückseite mit Malgrund und Bemalung versehen.
Durch die gleiche Behandlung der Rückseite wurde einseitigen Spannungen und damit einem "Werfen" der Holztafel entgegengewirkt. Die Rückseitenbemalung nahm meist auf das Porträt der Vorderseite Bezug (Darstellung des Ehepartners oder * Wappens des/der Porträtierten). Daneben waren vor allem * Vanitas-Bilder, bis Ende 15. Jh. in Italien auch die Darstellung von Marmor als Rückseitenbemalung gebräuchlich. Bei * Ikonen sind besonders die bei Prozessionen mitgeführten Exemplare (Prozessionsikonen) mit einer Rückseitenbemalung versehen. Die Rückseite solcher Ikonen ist mit dem gleichen Bildnis versehen, damit auch die hinter dem Bild einhergehenden Prozessionsteilnehmer die Darstellung sehen können.
M. DAVIES, Paintings and Drawings on the Backs of Nat. Gall. Paintings, London 1946; A. DÜLBERG, Privatporträts. Gesch. und Ikonologie einer Gattung im 15. und 16. Jh., Diss. Köln 1985, Berlin 1990.
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