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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Rüstung

1) Die Gesamtheit der Panzerung zum Schutz des Ritters gegen Hieb- und Stichwaffen.

Bronzene * Harnische sowie Arm- und Beinschienen wurden schon in der * Bronzezeit verwendet. Schwere, von * Plattnern aus Eisenplatten geschmiedete Rüstungen als Schutz für den gesamten Körper waren dagegen erst seit dem 15. Jh. gebräuchlich. Die Rüstung des Ritters besteht aus * Helm, Harnischkragen (* Brünne), Bruststück mit Bauchreifen und * Beintaschen, Harnischrücken mit Gesäßreifen, * Armzeug, gefingerten Eisenhandschuhen oder * Hentzen, dem * Beinzeug mit Eisenschuhen sowie dem Schild. Um eine gewisse Bewegungsfreiheit zu erzielen, wurden Harnischkragen, Bauchreifen etc. aus mehreren überlappend angeordneten und an der Innenseite mit Riemen verbundenen Teilen gefertigt (* Geschübe, vgl. * Krebsschwanz).

Besonders schwer waren manche Turnierrüstungen mit aufgeschraubtem schildförmigem Brustschutz und dem für die schwere Turnierlanze besonders massiv und oft mit einer Gegenhalterung für die Lanze ausgestatteten * Rüsthaken. Berichte, wonach sich wegen des hohen Gewichts mancher Turnierrüstungen derart Gewappnete mit einer Hebevorrichtung in den Sattel heben ließen, sind in das Reich der Fabel zu verweisen.

Nicht ganz so schwer war der immerhin noch ca. 25 kg wiegende Feldharnisch, den der Ritter bei Kriegshandlungen trug. Solange der Gewappnete auf dem oft mit einem * Rossharnisch geschützten Streitross saß, war er dem Fußvolk überlegen. Ohne Pferd jedoch, etwa weil dem Tier mittels eines * Rossschinders die Fußsehnen durchtrennt wurden und es zu Sturz kam oder weil der Reiter mit dem Haken einer * Hellebarde vom Pferd gerissen wurde, agierte der mit Vollrüstung bekleidete Ritter schwerfällig, und die kaum gepanzerten wendigen Fußkämpfer waren im Vorteil. Als Halbrüstung oder Trabharnisch bezeichnet wird manchmal der nur den Oberkörper schützende * Harnisch der mit Sturmhaube oder * Zischägge ausgerüsteten leichten Reiterei.

2) Der * Schaft der * Armbrust wird in alten Schützenordnungen R. genannt.

A. V. B. NORMAN, G. M. WILSON, Waffen u. R., München 1988; H. KÜHNEL (Hg.), Bildwörterbuch der Kleidung und R. Vom alten Orient bis zum ausgehenden MA, Stuttgart 1992; Eisenkleider. Plattnerarbeiten aus 3 Jh., Kat., Berlin 1992.


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