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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Säbel , von ungarisch szablya, "(krummer) Säbel",

Bezeichnung für eine zu den so genannten * Blankwaffen oder "kalten Waffen" gehörende einschneidige, gekrümmte, spitz auslaufende Hieb- und Stichwaffe mit Scheide. Die Schneide befindet sich an der * konvexen Seite. Manche Säbeltypen haben an der * konkav gekrümmten Seite gegen die Spitze zu eine Klingenverbreiterung (* Jelman) mit Rückenschliff. Meist gilt als Unterscheidungsmerkmal des Säbels gegenüber dem so genannten Krummschwert, dass der Handgriff des Säbels an dem der Klinge gegenüberliegenden Ende entgegen der Krümmung der Klinge leicht geschwungen ist. Das * Gefäß des Säbels besteht im allgemeinen aus dem Handgriff mit Griffkappe und dem mit der * Parierstange verbundenen Griffbügel, der bis unter die Griffkappe reicht. Manche Exemplare haben in der Mitte der Parierstange bzw. der Klinge je ein nur wenige Zentimeter langes vertikal verlaufendes so genanntes Mitteleisen.

Lang vor dem Säbel gab es bei den Minoern und Wikingern bereits konvex gekrümmte Schwerttypen. Der neuzeitliche Typ der säbelförmig gebogenen Blankwaffe stammt jedoch aus dem * Orient. Durch die * Kreuzzüge und die Türkenkriege wurde der Säbel auch im Abendland bekannt und diente vom 16. Jh. bis Anfang 20. Jh. vornehmlich den Kavallerieverbänden (Reitertruppen) als Waffe. Damit der Säbel nicht zu tief in einen Knochen des Gegners eindringe, dadurch hängenbleibe und der Träger des Säbels beim Weiterreiten aus dem Sattel gerissen werde, haben viele Kavalleriesäbel keine scharfe Schneide. Bei der Fußtruppe war der Säbel auf die berittenen Offiziere beschränkt. Die oft aufwendig ausgeführten Offizierssäbel (gravierte Klinge aus gutem Stahl) waren für gewöhnlich Privatbesitz.

Am * Portepee konnte man Waffengattung und Dienstgrad des Trägers erkennen. Die ältesten europäischen Säbel stammen aus Ungarn und der Schweiz. Eine militärische Hieb- und Stichwaffe mit gleichem * Gefäß wie der Säbel, aber mit gerader Klinge wird als Pallasch bezeichnet. Die vornehmlich im Barock bei der Jagd verwendete Blankwaffe mit säbelförmiger Klinge und einem Gefäß wie der * Hirschfänger heißt * Jagdplaute.

E. WAGNER, Hieb- u. Stichwaffen, Prag 1975; G. SEIFERT, Schwert, Degen, S., Hamburg 1962; H. SEITZ, Blankwaffen, 2 Bde., Braunschweig 1965-68, Neuaufl. 1981; S., Kat., Graz 1981.


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