Sakristei , von lateinisch sacer, "heilig", "geweiht", bzw. mittellateinisch sacristia, "Kirchenzimmer",
Bezeichnung für den Verwahrungsort von * Paramenten und Kirchengerät (u. a. für * Rauchfass, * Osterleuchter, * Aspergill, * Vortragekreuze, * Traghimmel, im Frühchristentum auch das * Ziborium mit konsekrierten * Hostien) sowie den Aufenthalts- und Umkleideraum der Geistlichen. Die für gewöhnlich vom * Chor aus zugängliche Sakristei war früher oft an der Nordseite der Kirche angelegt, später auch südseitig. Früher nannte man die Sakristei auch * Vestiarium oder Tresekammer. In der Ostkirche wird die entsprechende Räumlichkeit als Diakonikon bezeichnet.
G. BANDMANN, Ikonologie kirchlicher Nebenräume im Mittelalter, in: Sitzungsberichte der kunstgeschichtl. Ges. zu Berlin, Okt. 1954 - Mai 1955.
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