Saphir , griechisch, * Edelstein, meist blaue Variante des Korunds.
Unter den blauen Saphiren sind die so genannten "kornblumenblauen" Steine am wertvollsten. Im gemmologischen Sinn heißen alle Korunde mit Edelsteinqualität Saphire, mit Ausnahme der rosa und roten Varietäten, die als Rubine bezeichnet werden, und der orangefarbenen Steine mit rosa Komponente, die man im Fachjargon "Padparadscha" nennt (Lotosblütenfarbe). Padparadscha ist das singhalesische Wort für Lotosblüte. Weiße Saphire werden, abgeleitet aus dem Griechischen, auch als "Leukosaphire" bezeichnet und dienen als Diamantersatz. Die Härte des Saphirs übertrifft nur der Diamant. * Gemugelte, d. h. ohne * Facetten gewölbt geschliffene blaue Saphire (* Cabochonschliff) weisen bisweilen einen schönen * Asterismuseffekt auf, ähnlich den Rubinen. Im Mittelalter war der Saphir besonders für Bischofsringe beliebt. Der im 14. Jh. lebende Conrad v. Megenberg warnte allerdings davor, dass sich der Stein trübe, wenn sich sein Träger nicht eines keuschen Lebens befleißige.
W. SCHUMANN, Edelsteine u. Schmucksteine, BLV Bestimmungsbuch, München 1991.
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