Sarkophag , von griechisch sarko-, "Fleisch", und phagein, "essen",
Ursprünglich Bezeichnung für die Alaunschieferplatten aus Troas, mit denen man laut Plinius die Särge auslegte, um den Verwesungsprozess zu beschleunigen. Später wurde der Ausdruck für jede Art von Prunksarg aus Stein, Bronze, Zinn etc. verwendet. Sarkophage zählen zu den wichtigsten Zeugen von Kunst und Kultur, da sie bereits im Altertum oft am Deckel mit rundplastischem Figurenschmuck (vgl. * Gisant) und an den Seiten mit * Girlanden sowie Reliefdarstellungen verziert wurden und diese Bildhauerarbeiten einen trefflichen Eindruck von Brauchtum und künstlerischer Arbeit vermitteln.
Z. KLAUSER, Frühchristl. S. in Bild und Wort, 3. Beiheft zur Halbjahresschrift Antike Kunst, Olten 1966; V. v. GRAEVE, Der Alexanders. u. seine Werkstatt, Berlin 1970; H. GABELMANN, Die Werkstattgruppen der oberital. S., Köln 1973; H. SICHTERMANN, G. KOCH, Griech. Mythen auf röm. S., Tübingen 1975; B. ANDREAE, Bibliogr. zur S.forschung nach Rodenwaldt 1945-80, in: Aufstieg u. Niedergang der röm. Welt II/12/2, Berlin, New York 1981; A. KONIKOFF, Sarcophagi from the Jewish catacombs of ancient Rome. A cat. raisonné, Stuttgart 1986; I. HITZL, Die griech. S. der archaischen u. klass. Zeit, Jonsered 1991; G. KOCH, S. der röm. Kaiserzeit, Darmstadt 1993.
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