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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Säulenordnung , Form- und Proportionsschema von * Säulen und Gebälk.

Die Säulenordnung ergibt sich aus der Formwahl und der Abstimmung von Durchmesser und Größe des * Kapitells zur Säulenlänge. In der 25 v. Chr. erschienenen Schrift "De architectura" des römischen Baumeisters * Vitruv, die als einziges Werk der Antike über die damalige Baukunst überliefert ist, scheinen die drei in der griechischen Baukunst bekannten Hauptordnungen auf: die * dorische (ca. 625 v. Chr.), die * ionische (ca. 570 v. Chr.) und die * korinthische Säulenordnung (ca. 400 v. Chr.). Die Römer schufen mit der Kompositionssäule, der Verbindung von ionischer und korinthischer Säule, eine vierte Säulenordnung. Das Kapitell der Kompositionssäule besteht aus einem Blattfries (korinthisch) und darüber angeordneten * Voluten (ionisch).

E. FORSSMAN, Dorisch, Ionisch, Korinthisch, Stockholm, Göteborg, Uppsala 1967; K. MERTENS, Barockarchitektur u. S., in: Wissenschaftl. Zeitschr. der Techn. Univ. Dresden 18, 1969, H. 1; R. CHITHAM, Die S. der Antike u. ihre Anwendung in der Architektur, Stuttgart 1987.


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