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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Schablone , niederdeutsch, "Muster", "Form",

1) Synonym für * Patrone.

2) Ausgeschnittene Vorlage zur Vervielfältigung formgleicher Schriftbilder oder Darstellungen. Wiederkehrende Motive oder Schriftzüge können mit Schablonen (aus Papier, Blech, Sperrholz oder dgl.) auf verschiedene Weise kopiert werden. Entweder sind die Umrisse der Darstellung in der Schablone ausgeschnitten oder die als Silhouette ausgeschnittene Darstellung selbst fungiert als Schablone. Die Schablone wird auf den Malgrund gelegt, die Silhouette nachgezogen, oder die Farbe wird durch Betupfen oder in * Spritztechnik aufgebracht. Schablonen fanden schon in der Antike Verwendung. Im Mittelalter arbeiteten u. a. die * Briefmaler mit S. Vgl. * Pochoir.

3) Holzkonstruktion, die früher als Hilfsmittel bei der Herstellung von * Bogen verwendet wurde.

H. ROSENFELD, Der Gebrauch der S. f. Schrift u. Kunst seit der Antike u. das schablonierte Buch des 18. Jh., in: Gutenberg-Jahrb. 1973.


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