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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Auripigment , von lat. pigmentum auri, "Goldfarbe".

Auch Arsen- oder Königsgelb genanntes, natürlich vorkommendes, durchscheinendes zitronengelbes bis rötlichgelbes giftiges Arsensulfid (Arsenblende). Als * Pigment wurde das Mineral in Ägypten und China bereits lange vor Christi Geburt für Malereien verwendet. Sein Gebrauch in röm. Zeit ist durch Plinius und * Vitruv (VII, 5, 7) belegt, u. a. für * Enkaustik. Vitruv nannte es Arsenicum. Das Mineral wurde zerstoßen und z. B. als feines Pulver auch dem Wachs beigemengt, das in der Antike zur Beschichtung von Schreibtafeln (* Diptychen) diente. Das "Königsgelb" verlieh dem Wachs eine satte gelbe Farbe. Im 19. Jh. wurde das bei * Öl- und * Temperafarben verwendete, gegen Licht und chemische Einflüsse beständige Pigment meist mit dem Namen "Rauschgelb" bezeichnet.

Reclams Handbuch der künstlerischen Techniken, Stuttgart 1984.


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