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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Schindel , die,

1) rechteckige Platte aus (Lärchen-)Holz oder Schiefer, heute aus Faserzement, vormals aus dem nicht mehr zulässigen Asbestzement. Früher wurden nicht nur Hausdächer mit Schindeln ("Dachspänen") gedeckt, sondern manchmal auch die Hausaußenseite mit Schindeln verkleidet. Holzschindeln wurden in einer Länge von 20-80 cm, einer Breite von ca. 19 und einer Dicke von ca. 1,25 cm hergestellt. Schindeldächer sind sicherer gegen Funkenflug als die teilweise bis ins 20. Jh. gebräuchlichen Strohdächer, kosteten aber auch viel mehr als diese. Anderseits waren Schindeln billiger als die Biberschwanz-Dachziegel.

2) In der * Heraldik Bezeichnung für rechteckige Ornamente. Bei mehrfacher Ausführung spricht man von "geschindelt" oder von "Schindelung".


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