Schlagärmel , vor allem im 16. Jh. bei Ballspielen in Europa, später auch in Südamerika gebräuchlicher Sportartikel.
Der ca. 20 cm lange röhrenförmige Schlagärmel besteht aus Holz, besitzt innen einen querliegenden Handgriff und außen viele meist aus dem vollen Holz geschnitzte pyramidenförmige Spitzen. Der Ballspieler fährt mit einer Hand in den Schlagärmel, hält ihn an dem Handgriff fest und schlägt damit, etwa beim Pallone-Spiel, wie beim Faustball auf den mit Leder überzogenen Ball.
F. PRODINGER, Das Ballspiel der Figuren des Zwergengartens zu Salzburg, in: Salzburg Museum Carolino Augusteum, Nr. 6 68 80, Jahresschrift 1960; F. PRODINGER, Ergänzungen zur Kenntnis des Pallonespiels, in: Salzburg Mus. Carolino Augusteum, Nr. 8 101 111, Jahresschrift 1962; St. F. de BORHEGYI, The Pre-Columbian Ballgames a Pan-Mesoamerican Tradition, Milwaukee Public Museum, in: Contributions in Anthropology and History Nr. 1, Februar 1980; Alles dreht sich um den Ball, in: Salzburger Volkskunst, März 1990, S. 84/85.
|