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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Schraffur , Schraffierung, von italienisch sgraffiare, "kratzen",

1) in der * Graphik Bezeichnung für feine, dicht nebeneinander gesetzte schräg verlaufende parallele Striche, so genannte Schraffen. Sie werden seit dem 15. Jh. zur Darstellung von * Schattierungen, Wölbungen und Schnittflächen verwendet. Eine aus kreuzweise gesetzten Schraffen bestehende Schraffur wird Kreuzschraffur genannt; sie ist seit Ende 15. Jh. gebräuchlich.

2) Seit ca. 1600 verwendetes Ausdrucksmittel der * Heraldik, um mit dicht nebeneinander gesetzten Punkten oder Strichen die Wappenfarben (Tinkturen) etwa bei Metallarbeiten darzustellen. Die Farben werden wie folgt wiedergegeben: Purpur - Schraffur von links unten nach rechts oben; Grün - Schraffur von links oben nach rechts unten; Blau - Schraffur waagrecht; Rot - Schraffur senkrecht; Schwarz - Schraffur waagrecht und senkrecht; Silber - ohne Schraffur; Gold - gepunktet.

W. KOSCHATZKY, Die Kunst der Zeichnung. Technik, Gesch., Meisterwerke, Salzburg, Wien 1977; O. NEUBECKER, Heraldik, Wappen. Ihr Ursprung, Sinn und Wert, Luzern, Augsburg 1990.


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