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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Schrotschnitt , Schrotblatt, von althochdeutsch scrotan, "schneiden",

Bezeichnung für einen Metallschnitt. Schrotschnitte entstanden vor allem in der Zeit zwischen 1400 und 1480/90. Die Darstellungen wurden in Tafeln aus Kupfer oder Zink angerissen und die nicht zu druckenden Stellen in dem relativ weichen Material eingetieft. Ein Kennzeichen für Schrotschnitte sind aus weißen Punkten bestehende ornamentartige Ranken und Blumen. Der Effekt entstand durch Einschlagen von punkt-, rosetten- und blumenförmigen * Punzen. Nach dem Einstreichen mit Farbe werden beim Abdruck die erhöht stehen gebliebenen Partien (* Hochdruck) auf dem Papier wiedergegeben, die eingetieften Stellen bleiben dagegen auf dem Papier weiß, weshalb die Technik manchmal auch "Weißschnitt" genannt wird.

Bei Bebilderungen in Büchern spricht man auch von Schrotgrundillustration. Als ältester Schrotschnitt gilt eine in Paris aufbewahrte Darstellung des hl. Bernhard aus dem Jahre 1454. Vom Anfang 16. Jh. stammen in Köln hergestellte Bucheinbände, bei denen als Verzierung Schrotdruckplatten angebracht sind. Die Druckplatten haben sich deshalb erhalten.

A. STIX, Schrotblätter, Wien 1920; J. THEELE, Schrotdruckplatten auf Kölner Einbänden, in: Gutenberg-Jahrb. 1927; Prints in the Dotted Manner and other Metal-Cuts of the XV Century in the Department of Prints and Drawings, British Museum, London 1937; W. KOSCHATZKY, Die Kunst der Graphik, 10. Aufl., München 1988.


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