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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Schule von Pont-Aven , Bezeichnung für die Arbeiten der von etwa 1886-96 im südbretonischen Dorf Pont-Aven sowie auch in dem nahegelegenen Ort Le Pouldu tätigen Künstler.

Nach einem ersten Aufenthalt in Pont-Aven 1886 besuchte Paul Gauguin die Stadt 1888 wieder, um dort zu malen. Um ihn und Émile Bernard scharten sich Anhänger, die mit Unterbrechungen in Pont-Aven sowie dem benachbarten Le Pouldu arbeiteten. Durch die konsequente Betonung von Konturen und Farbwerten half die Schule von Pont-Aven mit, den * Impressionismus zu überwinden. Es wurde vielfach aus der Erinnerung gemalt, weil nur in dieser Form das Geschaute auf das Wesentliche reduziert werden kann und Form sowie Farbe die Gefühlsstimmungen des Künstlers unabhängig von der Wirklichkeit wiedergeben.

Die Gruppe wurde neben der Volkskunst - Gauguin war z. B. von der Volkskunst Tahitis fasziniert, die er auf einer Reise kennengelernt hatte - auch stark vom japanischen * Farbholzschnitt beeinflusst. Zu den Künstlern, die mit der Schule von Pont-Aven in Verbindung gebracht werden, zählen ferner L. Anquetin, M. Ballin, H. Delavallée, Ch. Filiger, Ch. Laval, M. Maufra, Meyer de Haan, E. Schuffenecker, A. Séguin, P. Sérusier und J. Verkade.

Die in Pont-Aven im Stil des * Synthetismus entstandenen Bilder spiegeln die rauhe bretonische Küstenlandschaft und die Lebensweise ihrer Bewohner wider. Sie waren richtungweisend für die * Nabis und den französischen * Symbolismus. Als "Talisman" für die Schule von Pont-Aven gilt das unter Beeinflussung von P. Gauguin von Sérusier 1888 gemalte Bild "Landschaft von Pont-Aven".

Ch. CHASSÉ, Gauguin et le Groupe de Pont-Aven, Paris 1921; Gauguin and the Pont-Aven Group, Kat. London 1966; M.-A. ANQUETIL, Trois peintres mystiques du groupe de Pont-Aven: Ch. Filiger, J. Verkade, M. Ballin, thèse de 3 cycles, Paris 1974; LE BIHAN, Mémoire de Pont-Aven 1860-1940, Société de Peinture de Pont-Aven, Pont-Aven 1986; Die Künstler von Pont-Aven und Le Pouldu, Kat., Worpswede 1990/91.


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