Schule von Siena , auch Malerschule von Siena genannt, seit Ende 13. Jh. nachweisbare Malerschule.
Anfang 14. Jh. war Siena an der Verbreitung gotischen Formenguts in Italien stark beteiligt, vor allem durch die Arbeiten von Duccio di Buoninsegna und Simone Martini. Eines der Hauptwerke Duccios ist das Fresko der * Maestà für den Hochaltar des Sieneser Doms, heute großteils im Dommuseum von Siena. Simone Martinis Hauptwerk, ebenfalls ein Maestà-Fresko (1315 ff.), befindet sich im Palazzo Pubblico in Siena. Seit 1336 war Martini am päpstlichen Hof in Avignon tätig und gilt als Begründer der so genannten * Schule von Avignon. Im 15. Jh. verlor die Schule von Siena an Bedeutung und wurde von Florenz abgelöst.
J. POPE-HENNESSY, La peinture siennoise du Quattrocento, Paris 1947.
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