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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Schulp , der, ovales 10-30 cm langes und 5-10 cm breites Schalenstück der Tintenfische.
Der Schulp ist das Relikt eines ursprünglich vorhanden gewesenen Gehäuses. Die an die Meeresküste angeschwemmten Schulpe verendeter Tintenfische wurden gesammelt und in fein gemahlener Form als Puder für Gesicht und Perücke sowie als Scheuermittel zum Putzen von Silber, zum Abschleifen von * Pergament, zum Schleifen kreidehaltiger Malgründe etc. verwendet. Goldschmieden dienten sie auch zur Herstellung kleiner Gussformen. Alte Namen für den Schulp sind "weißes Fischbein" und "Sepiaknochen". Heute werden Schulpe in Vogelbauern angebracht, damit die eingeschlossenen Vögel die Schnäbel daran wetzen und damit auch ihren Kalkbedarf decken können.
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