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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Scrimshaw , englische Bezeichnung für die früher hauptsächlich von den Walfängern aus * Pottwalzähnen, * Walbein, * Walrosselfenbein und Muscheln hergestellten Objekte.

Amerika unterhielt im 19. Jh. die größte Walfangflotte der Welt. Es waren deshalb auch Amerikaner, die vor allem die mit Ritzarbeiten versehene Pottwalzähne zur * Volkskunst machten. Alte Exemplare sind gesuchte Sammlerstücke. Da ihre Herstellung denkbar einfach ist, sind viele Fälschungen im Handel. Die Herstellungsmethode ist simpel. Die Walfänger klebten Bildchen auf einen vorher mit Haifischhaut geglätteten und mit Handfläche und Daumenballen polierten Zahn und übertrugen die Darstellungen (Frauen, Segelschiffe, Walfangszenen usw.) durch Nachstechen der Konturen. Diese allgemein gebräuchliche Form des Kopierens wird * Stippen (englisch stipple) genannt.

Nachdem die Punktlinien nachgeritzt und durch * Schraffieren oder Verbreitern der Stellen, die farbintensiver aussehen sollen, effektiviert wurden, vollendete eine aufgetragene Mischung aus Öl mit Ruß oder Kohlenstaub die Darstellungen. Bisweilen wurde unter Verwendung verschiedener Pigmente auch mehrfärbig gearbeitet. Bei den in letzter Zeit auf Märkten und in Souvenirläden vermehrt angebotenen zahnförmigen Kunststoffabgüssen dominieren als Folge von Herman Melvilles literarischem Welterfolg "Moby Dick", der auch verfilmt wurde, Walfangszenen. Die Jagd auf den Pottwal mit den nur zirka 8 m langen Fangbooten war gefährlich. Die Lieblingsnahrung des Pottwals ist der Riesenkrake, der vom Pottwal in großen Tiefen gejagt wird. Die Lebensweise des Pottwals ist extrem kampfbetont und dementsprechend ist auch seine Reaktion, wenn er angegriffen wird. Viele der kleinen Fangboote wurden von dem rammbockähnlichen Kopf zum Kentern gebracht und dann mit den im Unterkiefer befindlichen 30 bis 50 großen Zähnen zermalmt.

C. I. R. RITCHIE, Ivory Carving, London 1969; N. FLAYDERMAN, S. and Scrimshanders, New Milford/Conn. 1972; W. GILKERSON, Scrimshander, San Francisco 1978.


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