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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Sebastian, hl. , römischer * Märtyrer der Diokletianischen Christenverfolgung (Fest 20. Jänner).
Der Heilige Sebastian soll in Narbonne zur Welt gekommen sein und später in Mediolanum (Mailand) gelebt haben. Der Legende nach begegnete Kaiser Diokletian (243-313, Kaiser 284) Sebastian am Hofe seines Mitkaisers Maximian in Mailand und nahm ihn als Offizier in seine Leibgarde auf. Sebastian bekannte sich zum Christentum und heilte Cromatius, den höchsten Richter Roms, von einem schweren Leiden. Er soll dabei eigenhändig die Götzenbilder des Kranken zerstört haben. Von Diokletian zur Rede gestellt, wurde Sebastian wegen seiner Weigerung, den heidnischen Göttern zu opfern, an einen Baum gebunden und mit Pfeilen beschossen, überlebte jedoch das Martyrium. Als er nach seiner Gesundung die Christenverfolgung des Kaisers rügte, wurde er auf dessen Befehl mit Knüppeln erschlagen.

Nach seinem Tod soll Sebastian erschienen sein und gebeten haben, seinen Leib in einer * Katakombe an der Via Appia zu bestatten, wo auch die * Apostel * Petrus und * Paulus beigesetzt waren. Später wurde über dem Grab die erste Sebastianskirche errichtet. San Sebastiano gehörte zu den sieben frühchristlichen Pilgerkirchen Roms. Der an einen Baum gefesselte und von Pfeilen durchbohrte Märtyrer zählt seit dem 15. Jh. zu den verbreitetsten Heiligendarstellungen der christlichen Kunst. Er ist stets nur mit einem Lendentuch bekleidet, * Helm und * Harnisch liegen manchmal neben ihm auf dem Boden. Da Sebastian Offizier der kaiserlichen Garde war, riefen ihn die * Kreuzritter als Schutzpatron an.

Weiters verehrte ihn das Volk wegen der überstandenen Pfeilmarter (neben dem hl. * Rochus) als Schutzheiligen gegen den "Schwarzen Tod", weil die Pest früher als Zorn Gottes angesehen und in Form von aus den Wolken kommenden Pfeilen dargestellt wurde. Als eine der bedeutendsten * Reliquien Bayerns gilt der so genannte * Hirnschalenkelch des Heiligen Sebastians.

H. I. KELLER, Reclams Lexikon der Heiligen und d. biblischen Gestalten, Stuttgart 1968.


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