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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Selene , griechische Mondgöttin, Tochter des Titanenpaares * Hyperion und * Theia sowie Schwestergemahlin des Sonnengottes * Helios und Schwester der Göttin der Morgenröte * Eos.

Die der römische Mondgöttin * Luna gleichgesetzte Selene zieht ihre Bahn am Abendhimmel in einem von zwei weißen Kühen gezogenen Wagen. Besonderer Einfluss wurde Selene auf die Witterung, den Monatszyklus der Frauen und auf deren Fruchtbarkeit zugeschrieben. Die Mondgöttin hat gewisse Gemeinsamkeiten mit der jungfräulichen Göttin der Jagd, * Artemis/Diana. Beide haben als Attribut eine im Haar getragene Mondsichel. Weiters wird die Liebe zu dem jungen, schönen Jäger oder Hirten * Endymion sowohl der Mondgöttin als auch Artemis/Diana nachgesagt. Selene besuchte Endymion jede Nacht und soll ihm 50 Töchter geboren haben. Die Darstellung der Göttin bei ihrem Besuch des schlafenden Jünglings war schon in der Antike auf * Sarkophagen üblich und seit Ende 15. Jh. ein beliebtes Motiv der Bildenden Kunst.

F. BROMMER, S., in: Archäolog. Anzeiger, Beiblatt zum Jahrb. d. Dt. Archäolog. Instituts 1963; H. SICHTERMANN, Späte Endymion-Sarkophage, Baden-Baden 1966; K. SCHEFOLD, Die Göttersage in der klass. u. hellenist. Kunst, München 1981.


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