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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Semiramis , griechischer Name einer assyrischen Königin. Sie soll mit der in assyrischen Keilschriftentexten erwähnten Sammuramat, der Gemahlin des von 823-811 v. Chr. regierenden Assyrerkönigs Schamschi-Adad V. (Ninos) identisch und von unglaublicher Schönheit gewesen sein.

Wie es heißt, übernahm sie nach dem Tod ihres Mannes die Regentschaft. Bevor Semiramis nach einem Attentatsversuch ihres Sohnes Adadnirari III. abdankte (810 v. Chr.), stießen ihre Truppen bis Ägypten und Indien vor. Spätere Schriftsteller brachten die in Babylon angelegten so genannten "* Hängenden Gärten der Semiramis" mit der, wie es heißt, "mit göttlichen Kräften begabten Königin Sammuramat" in Verbindung und bezeichneten die Gärten als eines der * sieben Weltwunder der Antike.

Anderen Quellen zufolge ließ König * Nebukadnezar II. (605-562 v. Chr.) die Gärten für seine Gemahlin Amytis an der Nordostecke der Südburg von Babylon anlegen. 1899 begann der deutsche Archäologe Robert Koldewey mit Ausgrabungen in Babylon und fand einen tiefen Brunnen sowie Reste von Gewölbebauten, die seiner Meinung nach mit Beschreibungen der Terrassenkonstruktionen der Gärten übereinstimmen. Wasser soll vom Euphrat mittels Kanälen und Pumpwerken zu den Gartenanlagen geleitet worden sein. Das Leben der Semiramis sowie die Hängenden Gärten waren beliebte Themen der Bildenden Kunst.

O. F. LEHMANN-HAUPT, Die historische S. und ihre Zeit, 1910; R. KOLDEWEY, Das wiedererstandene Babyon, Leipzig 1925; F. KRISCHEN, Weltwunder der Baukunst in Babylonien u. Ionien, Tübingen 1956; H. KRAUSS, E. UTHEMANN, Was Bilder erzählen. Die klassischen Gesch. aus Antike u. Christentum in d. abendländ. Malerei, München 1988.


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