Autotypie , griech., "Selbstdruck".
1882 von Georg Meisenbach erfundenes, auch Netz- oder Rasterätzung genanntes Verfahren, bei dem Druckplatten in photochemischer Manier hergestellt werden. Bei der photographischen Aufnahme wird der Platte ein Raster vorgeschaltet, durch den das Bild in ein Netz von kleinen Quadraten zerlegt wird, die sich als winzige Punkte abbilden. Helle Partien sind durch kleine, dunkle Stellen durch größere und dichter beisammenliegende Punkte wiedergegeben. Das Rasternegativ wird dann auf eine mittels Chromgelatinebelag lichtempfindlich gemachte Platte aus Glas oder Metall (meist Zink) kopiert und anschließend geätzt. Diese Druckplatte kann auf galvanischem Weg abgeformt werden (* Galvano). Das Verfahren der Autotypie ermöglicht es, Helligkeitsabstufungen gelungen darzustellen.
H. KLEIN, Sachwörterbuch der Drucktechnik u. grafischen Kunst, Köln 1976.
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