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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Sepia , Sepiatinte, bis ins 20. Jahrhundert verwendetes graubraunschwarzes * Pigment, das aus dem getrockneten Sekret der Tintenbeutel des gemeinen Tintenfisches (Sepia officinalis) gewonnen wird.

Es ist im Ton dem * Bister ähnlich, wenig verdünnt auch dunkler. Schon Plinius erwähnte Sepia als Schreibtinte. In spätmittelalterlichen Apothekeninventaren wird Sepia als Malmittel für Feder- und Pinselzeichnungen sowie für Malereien angeführt. Die Graveure aus Dieppe benutzten Sepia auch zum Einfärben der Skalen von * Sonnenuhren. Da nur geringe Lichtechtheit gegeben ist, wird Sepia heute kaum mehr verwendet. (Die "Schale" der Sepia officinalis ist der * Schulp).

H. KÜHN, Farbmaterialien. Pigmente., in: Reclams Handbuch der künstlerischen Techniken 1, Stuttgart 1988.


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