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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Seraph (Mz. Seraphim), von hebräisch saraph, "brennen".

Die Bibel berichtet, der Prophet * Jesaia (Isaias) habe bei einer Vision * Jahwe von feurigen, sechsflügeligen Mischwesen umschwebt gesehen, die geflügelten Schlangen glichen, aber menschliche Gesichter und Arme hatten. Jeder der Flügel war mit zahlreichen Augen besetzt. Mit zwei Flügeln verhüllten sie das Gesicht, mit zweien bedeckten sie die Füße, und zwei ausgebreitete Schwingen hielten sie im Schweben (Isaias 6, 2; Apokalypse, Offenbarung d. Johannes 4, 8). Die Seraph wurden später in die Hierachie der * Engel eingegliedert. Gemeinsam mit den * Cherubim bilden die Seraphim einen der Engelchöre. Seraphim wurden vor allem in alten * Buchmalereien abgebildet. Charakteristisch ist, dass das obere und das untere Flügelpaar nicht ausgebreitet sind.

O. WULFF, Cherubim, Throne und Seraphim, Diss. Leipzig 1894; M. TATIC-DJURIC, Das Bild der Engel, Recklinghausen 1962; I. D. PALLAS, Eine Differenzierung unter den himml. Ordnungen, in: Byzantin. Zeitschr. 64, 1971.


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