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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Seychellennuss-Gefäß . Die auch Doppelkokosnuss, Salomonsnuss und Maledivennuss genannte Steinfrucht der Seychellenpalme kann in frischem Zustand bis zu 25 kg wiegen und ist damit die weltweit schwerste Frucht.

Da Seychellennüsse manchmal an Meeresküsten angeschwemmt wurden und man sie für die Frucht einer "Tiefseepalme" hielt, hießen Seychellennüsse im Barock auch Meernüsse. Sie waren gesuchte Raritäten und wurden im Auftrag von Adel und Krone von Goldschmieden gefasst und neben Kokosnüssen, Gehäusen des * Perlboots (* Nautilusgefäß), Straußeneiern (* Greif) u. ä. in den barocken * Kunst- und Wunderkammern ausgestellt. Der Wert dieser Naturalien geht aus der Kaufsumme von 4000 * Gulden hervor, die Kaiser Rudolf II. (1552-1612, Kaiser 1576) dem holländischen Admiral Hermanszen für eine Seychellennuss bezahlte, die dieser 1602 vom Fürsten von Bantam als Geschenk erhalten hatte. Der zehn Gulden betragende Monatslohn des Kammergoldschmieds Anton Schweinberger für die silberne Fassung dieser Seychellennuss-Kanne nimmt sich vergleichsweise gering aus. Dieses und zwei andere solcher Gefäße befinden sich in der Kunstkammer des Wiener Kunsthistorischen Museum.

Der niederländische Arzt und Naturforscher Clusius berichtete 1564/65, er habe am portugiesischen Königshof in Lissabon mehrere zu Prunkgefäßen gefasste Seychellennüsse gesehen. Expeditionen wurden ausgeschickt, um den Wunderbaum zu finden. Auch nach der Entdeckung der Herkunft durch die Franzosen 1768 blieben Seychellennüsse eine Seltenheit.

A. LHOTSKY, Geschichte der Sammlungen. FS zum 50jährigen Bestand des Kunsthist. Mus. in Wien. 2. Teil, 1. Hälfte, Wien 1941-45; Prag um 1600. Kunst und Kultur am Hofe Rudolfs II. Ausstellungskatalog, Freren 1988/89.


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