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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Shichi-fukujin , japanisch, sieben japanische Glücksgötter.

Nach japanischer Tradition soll der Shogun Iyemitsu einem buddhistischen Mönch namens Tenkei befohlen haben, die Glücksgüter der Menschen zu personifizieren. Zu Neujahr kommen sie mit ihrem Glücksschiff "Takarabune", das mit 1000 Schätzen beladen ist, zu den Menschen. Die Namen der Glücksgötter sind:

1. Benten (Benzaiten), die einzige weibliche Glücksgöttin. Sie wird für gewöhnlich sitzend dargestellt, mit einem * Diadem im Haar und einem wehenden Schal. Benten spielt die * Laute und wird mit Musik und Literatur, aber auch mit der Liebe in Zusammenhang gebracht. Begleitet wird Benten manchmal von der weißen Schlange Hakuja.

2. Bishamonten (Tamonten), einer der vier japanischen Himmelskönige und Gott des Krieges sowie des Erfolges. Er ist mit Helm und * Harnisch bekleidet und hält in einer Hand eine Pagode, in der anderen eine Lanze oder eine Art * Hellebarde.

3. Daikoku, Gott des Überflusses (Reichtums). Er wird oft als chinesisch gekleideter Knabe oder Jüngling mit flacher Kopfbedeckung dargestellt. In den Händen hält Daikoku einen Sack und einen Hammer. Manchmal sind Ratten seine Begleiter.

4. Ebisu (Yebisu), Schutzpatron der Seeleute und Fischer, was durch seine Kleidung und Attribute (Fisch und Angel) zum Ausdruck kommt.

5. Fukurokuju (Fukurukuju), Gott der Weisheit und des langen Lebens. Sein Name setzt sich aus den japanischen Wörtern für Glück (fuku), Gesundheit (roku) und langes Leben (ju) zusammen. Der Legende nach soll seine hohe Stirn durch sexuelle Enthaltsamkeit entstanden sein. Das zurückgehaltene und zu Kopf gestiegene Sperma gilt als Grund für sein umfassendes Wissen. Auch der lange Bart als Zeichen hohen Alters wird auf sexuelle Abstinenz zurückgeführt. Das freundliche Lächeln des Gottes gilt als Inbegriff glücklich machender Weisheit. In Händen hält er immer eine * Schriftrolle oder ein Buch mit den Aufzeichnungen der Lebenszeiten der Menschen, manchmal auch einen Wanderstab oder einen Pfirsich (Sinnbild des Weiblichen). Begleitet wird der Gott zuweilen von einer Schildkröte oder einem Kranich, beides Tiere, die in Japan als Symbole für langes Leben gelten.

6. Hotei (chin: Pu-tai), japanisch, "Hanfsack". Der Gott entspricht einem ca. 900 n. Chr. in Japan eingewanderten chinesischen Bettelmönch, der immer einen Sack mit sich führte, um die erhaltenen Gaben verstauen zu können. Durch die Darstellung des Gottes als lächelnder beleibter alter Mann mit dickem, nacktem Bauch (deshalb oft "Dickwanst" genannt) und einem Haarkranz am sonst kahlen Kopf, wird er im Westen manchmal irrtümlich mit einer Buddha-Figur verwechselt. Auffallend an Hotei sind seine überlangen fleischigdicken Ohrläppchen. Zumeist ist auch der Bettelsack wiedergegeben, aus dem der Glücksgott vor allem Kinder beschenkt.

7. Jurõjin, gilt als Bruder Fukurokujus. Wie dieser wird er als alter Mann mit Bart und Wanderstab dargestellt. Seine hohe Stirn ist allerdings weniger ausgeprägt als bei Fukurokuju, zudem ist sie oft durch eine Kopfbedeckung wenigstens teilweise verborgen. Manchmal werden stellvertretend für die Glücksgötter nur ihre Attribute dargestellt.

M. ANESAKI, History of Japanese Religion ..., London 1930; M. FEDDERSEN, Ein Handbuch für Sammler und Liebhaber. Japanisches Kunstgewerbe, Braunschweig 1960.


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