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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Solis , Virgil (1514-1562), deutscher Graphiker.

In der Werkstatt des von A. * Dürer und P. * Flötner beeinflussten Nürnberger Meisters entstanden ca. 700 * Holzschnitte, etwa 1300 * Kupferstiche und zahlreiche * Radierungen, zum Teil als Buchillustrationen. Als Signatur verwendete Solis die Anfangsbuchstaben seiner Namen in * Ligatur. Bekannt wurde Solis vor allem durch seine in Form von * Ornamentstichen hergestellten Musterblätter mit Darstellungen von * Arabesken und anderen Ornamenten, die Kunsthandwerkern als Vorbild dienten. Nach dem Tod des Meisters heiratete Balthasar Jenichen die Witwe und führte die Werkstatt weiter.

A. ANDRESEN, Die Holzschnitte des Virgil Solis, Hg. R. Naumann, in: Archiv f. die zeichnenden Künste 10, 1864; E. v. UBISCH, Virgil S. u. seine bibl. Illustrationen, Diss. Leipzig 1889; H. RÖTTINGER, Neue Mitt. über Virgil S., in: Zeitschr. f. Bücherfreunde, Bd. 16, 1924; K. BOSTRÖM, Virgil S. och jaktfrisen på kalmar slott, in: Konsthistorisk tidskrift 21, Stockholm 1952; I. FRANKE, Die Handzeichnungen Virgil S.'s, Diss. Göttingen 1967; I. O'Dell-FRANKE, Kupferstiche u. Radierungen aus der Werkstatt des Virgil S., Wiesbaden 1977; J. PETERS, Virgil S., Intaglio Prints and Woodcuts, New York 1987.


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