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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Solnhofer Stein , nach dem Fundort Solnhofen im Altmühltal, in der fränkischen Alb/Bayern benannter fossilienreicher Jurakalkstein.

Er wurde als Baustoff für Boden-, Wand- und Treppenverkleidungen, für Bildhauerarbeiten (meist in Form von Reliefs) sowie wegen seiner Feinkörnigkeit auch als Lithographenstein und Material für * Ätzdekor (Solnhofer Steinätzungen) verwendet. Andere Namen sind Solnhofer Schiefer und Solnhofer Plattenkalk. Die gleichfalls gängige Bezeichnung Kehlheimer Stein erinnert daran, dass das Material großteils von Kehlheim aus auf der Donau verschifft wurde. Ähnliches gilt für die Bezeichnung Münchner Stein (Pierre de Munich). Dieser Name entstand, weil der Stein in München gelagert und von dort aus z. B. nach Frankreich transportiert wurde. Die Bezeichnung Stechstein für den Solhofer Stein bezieht sich darauf, dass er leicht zu "stechen", d. h. zu bearbeiten ist. Wegen der oft gelblichen Färbung wurde der Solnhofer Stein auch Strohstein genannt.

A. KIESLINGER, Die älteste Steinätzung, in: Alte und moderne Kunst 69, 1963, S. 36-39; A. KIESLINGER, Steinätzung in Kärnten, Klagenfurt 1965.


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