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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Sonnenuhr , Sonderform der Uhr.

Ursprünglich waren es vermutlich einzelne spitze Steine und später * Obeliske, deren Schattenbildung durch die Sonne Menschen auf die Idee brachte, sich am Schattenstand zu orientieren, d. h. eine bestimmte Tageszeit damit in Verbindung zu bringen, etwa bei Kulthandlungen. * Gnomone, die ersten bewusst zur Zeitmessung eingesetzten Schattenstäbe, standen wie Obeliske senkrecht. Die auf die waagrechte Ebene geworfene Schattenlänge diente zur Messung der Zeiteinheit. Die ersten Schattenwerfer in Obeliskenform sollen in Ägypten verwendet worden sein. Später wurde der Schattenstab schräg, d. h. parallel zur gedachten Erdachse stehend, angebracht. Ein solcher schräger Schattenstab heißt Polos. Grundsätzlich sind mehrere Sonnenuhr-Systeme bekannt.

Bei den Vertikal- oder Mittagssonnenuhren, wie sie oft an Hauswänden angebracht sind, ist die Schattenebene mit der Stundeneinteilung senkrecht ausgeführt. Die Horizontalsonnenuhr hat hingegen eine waagrechte Schattenebene. Namengebend für eine Sonnenuhr kann aber auch ihre äußere Form sein, z. B. Ringsonnenuhr, Kugelsonnenuhr oder die wie ein Buch aufklappbare * Klappsonnenuhr. Die Erfindung der Sonnenuhr im eigentlichen Sinn des Wortes wird den Griechen zugeschrieben. Etwa hundert Jahre nach Verwendung der ersten senkrechten Schattenstäbe (Gnomone) erfand der Grieche Aristarchos von Samos (ca. 310-ca. 230 v. Chr.) die in eine hohle Halbkugel eingebaute Sonnenuhr (* Skaphe).

H. G. KÖRBER, Zur Gesch. der Konstruktion von S. und Kompassen des 16. bis 18. Jh., Berlin 1965; K. MAURICE, Von Uhren und Automaten. Das Messen der Zeit, Nürnberg 1968.


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