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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Spazierstock , die heute meist als Gehhilfe benutzten Spazierstöcke gehörten mit ihren teuren und schön ausgeführten Handgriffen im 19. Jahrhundert, und hier vor allem im Biedermeier, zu den zeitgemäßen Accessoires des Mannes.

Als reine Modeartikel waren sie oft zu wenig stabil - es sind u. a. Beispiele aus * Fadenglas bekannt -, um als verlässliche Stütze dienen zu können. Das war beabsichtigt, man sollte sehen, dass der Träger den Spazierstock nicht als Stütze benötigte. Solche Stöcke wurden im 19. Jh. im österreichischen Raum auch * Flanier- oder * Gigerlstöcke genannt.

Der Spazierstock besteht für gewöhnlich aus dem hölzernen Stab, dem so genannten "Schuss", dem Handgriff und dem bodenseitigen Metallabschluss, der so genannten "Zwinge" (Embout). Als Material für den Griff wurde u. a. * Bernstein, * Elfenbein, Glas, Gold, * Horn, * Jet, Metall (in Verbindung mit * Email), * Porzellan, * Schildpatt, * Schmucksteine, Silber und * Speckstein verwendet. Vgl. * Reitstock.


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