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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Sphinx , die, der (Mz. Sphinxe, Sphingen), griechisch, "Würgerin",

Im alten Ägypten Symbol des Herrschers, in Form eines geflügelten Löwens mit dem Kopf einer Königin oder eines Königs, daher entweder "die" Sphinx oder "der" Sphinx. Am bekanntesten ist die 20 m hohe und 73,5 m lange Sphinx, die vor den Pyramiden der Pharaonen Cheops und Chephren in Giseh errichtet wurde. Die vielfach vertretene Meinung, dass ihre Gesichtszüge eine Ähnlichkeit mit König Chephren haben, bestärkte die Ansicht, dass die Sphinx zur Zeit Chephrens entstand. Restaurierungsarbeiten erbrachten 1991 den Beweis, dass die Kolossalfigur mit einer Entstehungszeit von 5.000-7.000 v. Chr. wesentlich älter ist als bisher angenommen und zur Zeit Chephrens wahrscheinlich erstmals restauriert wurde.

Die Ägypter des * Neuen Reichs nannten die Kultfigur "Horus im Horizont". Sie sahen in der Sphinx ein Sinnbild der von der Sonne umstrahlten Gottheit und des zum Sonnengott gewordenen toten Königs. Später wurden Sphinx-Darstellungen auch von den Hethitern, Assyrern, Phönikern und Griechen übernommen. In der griechischen Mythologie war die Sphinx eine Tochter der * Echidna. Sie besaß Kopf und Brust einer Frau und den Leib eines geflügelten Löwen. Die Sphinx lauerte auf einem Felsen bei Theben und tötete jeden Vorübergehenden, der das aufgegebene Rätsel: "Was ist am Morgen vier-, zu Mittag zwei- und am Abend dreifüßig?" nicht lösen konnte. Als * Ödipus der Sphinx die richtige Antwort gab, stürzte sie sich in die Tiefe. (Die Lösung lautete: "der Mensch", der als Kind auf allen Vieren am Boden kriecht, als Erwachsener aufrecht geht und im Alter einen Stock als drittes Bein benützt.) Im Barock waren aus Stein gehauene gesockelte Sphingen beliebte Dekorationen. Sie wurden meist paarweise am Beginn oder am Ende eines Weges aufgestellt. Auch im Empire und im Art deco zählten Sphingen zu den geschätzten Motiven.

U. SCHWEITZER, Löwe u. Sphinx im alten Ägypten, Glückstadt 1948; H. DEMISCH, Die S. Gesch. ihrer Darstellung von den Anfängen bis zur Gegenwart, Stuttgart 1979; J. L. BORGES, Einhorn, S. u. Salamander. Buch der imaginären Wesen, München, Wien 1982; J. M. MORET, Le combat d'Oedipe contre la S., in: Eidolopoiia, Rom 1985.


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