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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Spitze . Textile Spitze entstanden aus dem Bestreben, den Rand von Geweben einzufassen und so das Ausfransen zu verhindern.

Dies geschah durch kunstvolles Verflechten, woraus sich die * Klöppelspitze entwickelte, oder durch Vernähen des Saums, was zur * Näh- oder Nadelspitze führte. Die ältesten erhaltenen Spitzen stammen aus dem 15. Jh und sind meist italienischer Provenienz. Die ersten Musterbücher für die Spitzenherstellung entstanden um die Mitte 16. Jh. in Venedig. Besonders begehrt war neben der Venezianischen auch die Genueser Spitze, die zum Teil unter Verwendung von Goldfäden hergestellt wurde (* Albissola). Ende 16., Anfang 17. Jh. kamen die * Flandrischen Spitzen in Mode. Zentren waren Brügge, Mecheln und insbesondere Brüssel.

Im 17./18. Jh. war vor allem Frankreich für seine Spitzen berühmt; vornehmlich die Pariser Spitzenmacher hatten einen guten Ruf. Nicht zuletzt durch die * Hugenotten verbreiteten sich die französischen Spitzen auch in England. Durch die geänderte Mode ließ der Bedarf an Spitzen um die Wende 19./20. Jh. abrupt nach.

M. DREGER, Entwicklungsgesch. der S., Wien 1902; P.G. TRENDELL, Victoria & Albert Mus., Guide to the Collection of Lace, London 1930; M. SCHÜTTE, S. von der Renaissance bis zum Empire (Leipzig 1929), Braunschweig 1963; M. SCHUETTE, Alte S. Nadel- und Klöppelspitzen ..., Braunschweig 1963; L. W. van der MEULEN-NULLE, Lace, New York 1964; M. SIMEON, The History of Lace, London 1979; A. KRAATZ, Die Kunst der S. Textiles Filigran, Frankfurt/M., Berlin 1988.


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