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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Surrealismus (französisch surréalisme), "Überwirklichkeit",

Nach dem 1. Weltkrieg in Paris entstandene avantgardistische Richtung moderner Literatur und Kunst. Als Bezeichnung für phantastische Malereien wurde der Ausdruck Surrealismus erstmals vom Dichter G. Apollinaire 1917 verwendet. Der Reales mit Traumhaft-Phantastischem vermischende Surrealismus ist das Produkt vieler Vorläuferbewegungen, wie * Symbolismus, * Expressionismus, * Pittura metafisica und * Dadaismus. Als einer der Begründer des Surrealismus gilt der französische Schriftsteller André Breton (1896-1966) mit seiner Vorliebe für ursprüngliche, primitive Kunst (* Art primitif) sowie für Okkultismus und Hypnose.

Beeinflusst vom * Symbolismus und von der Psychoanalyse S. Freuds, war Breton einer der führenden Theoretiker des Surrealismus, die die Grenze des Realen zu überschreiten und in den Bereich des Irrealen vorzudringen versuchten. 1924 erschien das von Breton verfasste "Manifeste du Surréalisme". Die Einarbeitung von Erkenntnissen der modernen Tiefenpsychologie unterscheidet die Vertreter des Surrealismus von Künstlern früherer Perioden, die versucht hatten, metaphysische Eindrücke wiederzugeben, wie H. Bosch und die Mitglieder der Pittura metafisica.

Werke des Surrealismus wurden erstmals 1925 in Paris in Form einer Gruppenausstellung präsentiert. Bekannte Vertreter des Surrealismus sind die Maler M. Chagall, G. de Chirico, S. Dali, M. Duchamp, A. Giacometti, M. Ernst, P. Klee, R. Magritte, A. Masson, J. Miro, R. Oelze, P. Picasso, M. Ray, Y. Tanguy und M. Zimmermann. Als Bildhauer gehörte H. Arp dem Kreis an. Durch Künstler, die (wie Y. Tanguy) wegen des Nationalsozialismus nach Amerika emigrierten, kam der Surrealismus auch in der Neuen Welt in Mode. Der Surrealismus vermittelte vielen modernen Kunstrichtungen wichtige Anregungen.

A. BRETON, Der S. und die Malerei, Berlin 1967; P. BÜRGER, Der franz. S., Frankfurt/M. 1971; P. WALDBERG, Der S., Köln 1972; M. U. SCHNEEDE, Malerei des S., Köln 1973; D. ADES, Dada und S., München 1975; J. PIERRE, Lex. des S., Köln 1977; S. aus der Slg. The Mus. of Modern Art New York, Kat. Wien, Düsseldorf 1978; G. STEINWACHS, Mythologie des S. oder die Rückverwandlung von Kultur in Natur, Frankfurt/M. 1985; K. BARCK, S. in Paris 1919-29, Leipzig 1986; M. NADEAU, Gesch. des S., Reinbek 1986; R. LEBEL, M. SANOUILLET, P. WALDBERG, Der S., Köln 1987; G. PICON, Der S., Genf 1988; M. Ch. BARILLAUD, E. LANGE (Hg.), Spuren - Entwürfe. Akten des Dt.-Franz. S.-Kolloquiums in Bonn 1986, Essen 1991; A. SMREKAR, S. and Painting, Diss. Cambridge/Mass. 1991; Die Erfindung der Natur. M. Ernst, P. Klee, Wols und das surreale Universum, Kat., Hannover 1994.


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