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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Susanna im Bade . Susanna (von hebräisch schuschan, "Lilie") ist Hauptfigur einer * apokryphen Anfügung zum alttestamentlichen Buch Daniel.

Die junge schöne Jüdin Susanna und ihr Gemahl Joakim lebten im * Babylonischen Exil. Ihr großes Haus diente den jüdischen Landsleuten als Versammlungsort, wo zwei Alte auch Rechtsstreitigkeiten schlichteten. Beide begehrten Susanna und überraschten sie in ihrem Garten beim Bade. Da sich Susanna trotz süßer Worte und auch durch Drohungen nicht bewegen ließ, ihnen zu Willen zu sein, gerieten sie in Wut. Sie stimmten ein großes Gezeter an, das die Dienerschaft herbeirief, und beschuldigten die junge Frau, mit einem Jüngling gebuhlt zu haben.

Die beiden Lügner sammelten das Volk um sich und forderten die Steinigung als damals übliche Strafe für Ehebrecherinnen. Die Menge glaubte den beiden Alten, doch noch bevor das Urteil vollstreckt wurde, verlangte * Daniel (der spätere große * Prophet), der unter den Schaulustigen war, man möge die beiden Ankläger gesondert befragen. Einer von ihnen berichtete sodann, dass sich Susanna unter einer Eiche ihrem Liebhaber hingegeben habe, der andere sprach dagegen von einer Zeder. Sie wurden durch den Widerspruch als Verleumder entlarvt und von der aufgebrachten Volksmenge anstatt der Unschuldigen gesteinigt. Das Motiv der von den beiden lüsternen Alten beim Bade beobachteten Susanna war vor allem im Barock ein beliebtes Thema der Bildenden Kunst.

Th. EHRENSTEIN, Das AT im Bilde, Wien 1923; S. MAAS, Das Bildthema der "S." bei Rubens. Seine Bedingungen in der ital. und niederländ. Malerei und seine unmittelbaren Auswirkungen, Diss. Kiel 1974; M. HERRMANN, Vom Schauen als Metapher des Begehrens. Die venezian. Darstellungen der "S." im Cinquecento, Marburg/Lahn 1990.


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