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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Tafelaufsatz , Prunkgeschirr zum Schmuck der festlichen * Tafel.

Während sich prunkvolles Tafelgerät im Mittelalter auf kostbare Pokale und Leuchter beschränkte, kannte die frühe Neuzeit bis zum Ende des Rokokos verschiedenartige Dekorationsstücke als Tafelzier. Dazu zählen silberne Schiffe, * Natternzungenkredenzen und allerlei Gefäße, manchmal in Verbindung mit seltenen Naturalien (* Seychellennuss, * Nautiluspokal). Die meisten der erhaltenen Tafelaufsätze bestehen aus * teilvergoldetem Silber, oft in Verbindung mit * Emailarbeiten und für die damalige Zeit seltenen Materialien wie Elfenbein, * Koralle, Gehäuse der * Nautilusschnecke, Seychellennuss, Straußenei usw.

Unter anderen waren auch die Goldschmiede Wenzel * Jamnitzer und J. M. * Dinglinger auf die Herstellung von Tafelaufsätzen spezialisiert. Die meist wertvollen Zierobjekte hatten meist rein dekorativen Charakter. Nur selten sind sie als Salz- und Gewürzbehälter ausgebildet, seit dem Barock auch als Konfektschalen. Gebräuchlich waren ferner aus Wachs oder Zuckerwerk mit Zusatz von * Tragant modellierte "Schauessen". Nach der Erfindung des Porzellans wurden Tafelaufsätze dann meist aus diesem neuen, bunten Material hergestellt.

A. BRÜNING, Schau-Essen und Porzellanplastik, in: Kunst und Kunsthandwerk, Bd. 7, Wien 1904; R. SCHMIDT, Der Meißner T. von J. J. Kaendler, Frankfurt/M. 1919; M. MEINZ, Ein silbener T. in Schiffsform aus dem Anfang 18. Jh., in: Altonaer Mus. in Hamburg, Jb. 1968; M. MEINZ, Ein silberner T. in Gestalt einer Galeere, in: Altonaer Mus. in Hamburg, Jb. 1971; P. VOLK, Ein silberner T. für König Maximilian I. v. Bayern, in: Pantheon, Jg. XXXIII, 1975; B. LEHNE, Süddt. T. vom Ende des 15. Jh. bis Anfang des 17. Jh., Diss. München 1984; Art de la table en France, Kat., Paris 1993.


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