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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Tantalus , lateinisch (griechisch Tantalos),

1) mythischer kleinasiatischer König, Vater von * Pelops und * Niobe, neben * Ixion und * Sisyphus der dritte bekannte Büßer der griechischen Mythologie. Tantalus, der als Sohn des * Zeus am Göttermahl teilnehmen durfte, entwendete die Götterspeise Ambrosia und ließ seine irdischen Freunde davon kosten. Schließlich schlachtete Tantalus sogar seinen Sohn Pelops und setzte ihn den Göttern zum Mahl vor, um ihre Allwissenheit auf die Probe zu stellen. Zur Strafe wurde Tantalus zu ewigem Durst und Hunger verdammt. Wie es heißt, steht Tantalus bis zum Kinn im Wasser, das aber stets zurückweicht, wenn er davon trinken will. Auch die Zweige der Bäume mit den schönsten Früchten weichen zurück, sobald Tantalus die Hände nach ihnen ausstreckt.

2) Abgeleitet von diesen Höllenqualen des Tantalus wird ein versperrbarer Flaschenständer auch Tantalus genannt. Die meist geschliffenen * Karaffen sind zwar sichtbar, können aber nur mit Hilfe eines Schlüssels herausgenommen und geöffnet werden.


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