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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Tartsche . Von arabisch dárake leiten sich die Wörter targa (italienisch), targe (französisch) und Tartsche (deutsch) als Bezeichnung für ca. 115 cm hohe und 60 cm breite Schilde spätmittelalterlicher Fußtruppen ab.

Viereckige Tartschen heißen auch "Pavesen" und wurden als Standtartschen (* Setztartschen) nebeneinander gestellt, um eine Schutzwand zu bilden. Reitertartschen haben am rechten Rand eine halbkreisförmige Ausnehmung für die eingelegte Lanze (Speer- oder Lanzenruhe). Daneben waren auch runde Tartschen in Gebrauch (* Rondartsche). Die im 15. Jh. bis Anfang 16. Jh. gebräuchlichen "Ungarischen Tartschen" liefen nach oben zu in eine hohe, nach einer Seite versetzten Spitze aus.

E. SINGER, Die Setztartschen des Wiener Bürgerlichen Zeughauses, Gesch., Bedeutung, Konservierung, in: Studien 79/80 aus dem Historischen Mus. der Stadt Wien, Wiener Schriften 44, 63.


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