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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Tauschierung , von arabisch tauschija, "färben",

Bezeichnung für das Verzieren von Objekten aus unedlem Metall mit Einlagen andersfarbiger (Edel-)Metalle. Tauschierungen sind meist aus Silber, manchmal auch aus Gold gefertigt. Bei dem heute in Europa kaum mehr angewendeten Verfahren werden mit dem * Stichel Darstellungen in Form von Nuten aus dem Grundmetall in der Weise ausgenommen, dass sie sich in die Tiefe gehend etwas verbreitern. Danach wird das drahtförmige Tauschierungsmaterial eingehämmert.

Nach Erfindung der Ätztechnik ist eine einfachere Variante entstanden, bei der das (Edel-)Metall in die durch Säure ausgefressenen und aufgerauhten Vertiefungen eingeschlagen wird. Erste Versuche von Tauschierungen sind schon aus der * Bronzezeit bekannt. Später beschränkte sich die Technik hauptsächlich auf Asien. In Europa kamen Tauschierungen erst wieder im Mittelalter in Mode, vornehmlich bei der Verzierung von Rüstungen und * Blankwaffen. Alte Bezeichnungen für Tauschierungen sind Agémina und Tausia.

J. WOLTERS, Zur Geschichte der Goldschmiedetechniken, Leinfelden-Echterdingen 1985.


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