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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Terrakotta , von italienisch terra, "Erde", und cotta, "Abkochung", gebrannte Erde, Sammelbegriff für unglasierte, bei niedriger Temperatur gebrannte Tonwaren (Plastiken, Reliefs, Architekturteile usw.).

Terrakotta hat einen weißlichen, beigen bis bräunlichen, meist aber rötlichen * Scherben und ist sehr wetterfest, weshalb Objekte aus Terrakotta auch im Freien Verwendung finden, z. B. als Bauplastik. Terrakotta war schon in prähistorischer Zeit in Gebrauch. Ein Großteil der Funde bei Ausgrabungen besteht aus Terrakotta. Nahezu alle alten Kulturen kannten die Verwendung von Terrakotta. Eine Blütezeit erlebte die Terrakottaherstellung im kretisch-mykenischen Kulturkreis und fand eine Fortsetzung in griechisch-römischer Zeit. Ausgenommen z. B. für * Bozzetti, wird Terrakotta in der Kunst der Neuzeit wenig verwendet. Heute werden Tonwaren fast immer glasiert, wie etwa in Form der * Fayence und des * Steinguts.

K. SCHIFNER, Griechisches Terrakotta, Leipzig 1959; R. OPIFICIUS, Das altbabylon. T.relief, Diss. Berlin 1959; E. KLENGEL, Die T. aus Assur, Diss. Berlin 1964; E. HOFFMANN, Hellenist. und kaiserzeitl. T. aus Pergamon, Diss. Göttingen 1965; E. ROHDE, Griech. T., Berlin 1969; Kat. der antiken Terrakotten im Bad. Landesmus. Karlsruhe, Göteborg 1989; Jenseits der Großen Mauer. Der erste Kaiser von China und seine T.-Armee, Kat., Gütersloh 1990.


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